#573: Nissin “Chikin Ramen”

Test_Nissin_Chikin Ramen_Bild 1Heute teste ich nicht irgendeine Nudelsuppe, sondern DIE Mutter aller Instant Ramen! Das Original, die Nissin Chikin Ramen, gibt es seit über 50 Jahre, allerdings ist diese ausserhalb Japans sehr rar. Der heutige Test ist somit eine Zeitreise in die Vergangenheit, dorthin wo alles begann.

Test_Nissin_Chikin Ramen_Bild AndoEs war im Jahre 1958 als der taiwanesisch-japanische Geschäftsmann Momofuku Ando die Instant Ramen erfand. Nach mehreren Jahren der Forschung entwickelte er ein Verfahren um vorgekochte Nudeln kurz zu frittieren, so dass diese später nur durch Zugabe von kochendem Wasser zubereitet werden konnten. Die Legende sagt, dass er die Idee hatte als er sah wie man Tempura zubereitete. Über seine neu gegründete Firma Nissin Food vertrieb Ando seine Chicken Ramen bzw. Chikin Ramen mit riesigem Erfolg und der Rest ist dann Geschichte. In Japan spricht man dabei sogar von einer der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts.

Test_Nissin_Chikin Ramen_Bild PackDie Verpackung hat sich über die letzten 50 Jahre etwas verändert, der Inhalt ist sich aber gleich geblieben. So steht auf der aktuellen stolz “The Origin of Ramen Noodles since 1958”.

Test_Nissin_Chikin Ramen_Hiyobo GIF 2Ebenfalls auf der Verpackung nicht fehlen darf Hiyobo, das Marketing-Maskottchen von Nissin Chikin Ramen. Hiyobo ist in Japan ein richtiger Star und es gibt davon Werbespots, Events, Merchandise und sogar Hotelzimmer im Hiyobo Design.

Was beim Auspacken gleich auffällt ist, dass der Inhalt „nur“ aus einem Nudelblock besteht. Das Suppenpulver ist direkt auf den Nudeln aufgebracht. Ebenfalls speziell ist die konkave Form mit einer zusätzlichen Vertiefung oben im Nudelblock. In diese kann bei der Zubereitung ein rohes Ei gegeben werden und durch die Vertiefung soll das Eigelb in der Mitte bleiben.

Test_Nissin_Chikin Ramen_Bild 4Es gibt gemäss Verpackung mehrere Zubereitungsarten. Entweder mit oder ohne Ei in eine Schale geben, 400ml kochendes Wasser dazu und mit Deckel für 4 Minuten ziehen lassen oder den Nudelblock direkt in eine Pfanne geben und mit 450ml für 3 Minuten kochen lassen. Ich habe mich für die erste, ursprüngliche Variante mit Ei und Deckel entschieden.

Nach dem Öffnen des Deckels fällt einem auf, dass die Nudeln die Flüssigkeit gut aufgesogen haben. Das Ei in der Mitte wurde durch das kochende Wasser leicht angekocht, ist ansonsten aber noch relativ roh. Die Suppe hat eine relativ intensive, dunkelbraune Farbgebung.

Test_Nissin_Chikin Ramen_Bild 5

Respekt!
Schärfe:★½☆☆☆ 
Optik:★★★★☆ 
Geschmack:★★★★☆ 
Preis/Leistung:★★★★☆ 
Insgesamt:★★★★☆ 

Die Suppe hat einen sehr intensiven, fast schon „nussigen“ Geschmack. Am ehesten zu vergleichen ist diese mit den Nissin Cup Noodels, allerdings mit doppeltem Gewürzdosis. Die Ramen sind fein gekringelt und bissig. Ich bin erstaunt wie wenig es braucht um eine leckere und mit dem Ei durchaus vollwertige Instant-Mahlzeit  auf den Tisch zu zaubern. Genauso wie es sich Momofuku Ando laut seiner Biografie als Ziel setzte, als er die Schlangen hungernder Leute nach dem zweiten Weltkrieg vor den damaligen Ramenküchen sah.

Ich finde die Mutter aller Instant Ramen muss sich auch nach über 50 Jahren auf keinen Fall verstecken und weiss immer noch zu begeistern. Von mir deshalb ein klares: Respect!

KLASSIKER!
Schärfe:★☆☆☆☆ 
Optik:★★★½☆ 
Geschmack:★★★★¼ 
Preis/Leistung:★★★★★ 
Insgesamt:★★★★¼ 

Endlich darf auch ich die “Mutter aller Ramen” verkosten. Tatsächlich besteht der Inhalt nur aus einem gewürztem Nudelblock mit einer Furche für das Ei. Die Zutaten bestehen aus u.a. Pflanzenöl, Sojasauce, Salz, Zucker, Gewürze, Aromawürze sowie  Zwiebelpulver.

Ich werde 2 Varianten probieren: Einmal das Ganze ohne alles und aufgefüllt mit 400 ml kochendem Wasser (Wasserkochermethode – Zugedeckt 3 Minuten ziehen lassen) sowie einmal das Ganze mit Ei in 450 ml Wasser im Kochtopf (Kochmethode – Dauer 1 Minute).

Optisch schaut die Variante ohne Ei ein wenig einsam aus – aber wir sind nun auch im Jahre 1958 ;-) Das Ganze duftet eher nussig und undefinierbar.

Ergebnis ohne Ei: Also Nudeln, die ohne Brühe schon einen solch guten Eigengeschmack aufweisen, die hatte ich noch nicht. Die Nudeln schmecken nussig aber auch ein wenig nach Hühnchen. Die Konsistenz ist dazu noch echt super – ähnlich den Cup Noodles. Die Brühe kann da nicht ganz mithalten. Diese schmeckt auch ziemlich nussig und nach Shoyu/Sojasauce. Aber insgesamt ist das ein durchaus gelungenes Süppchen – Gut!

Die “Eierkopfvariation” schaut mit den Eifragmenten schon einmal einladender aus. Diese duftet aber auch fast nur nach Ei. Die Brühe ist fast komplett verschwunden. Daher erinnert das fast schon an ein Nudelgericht.

Ergebnis mit Ei: Die Nudeln sind durch den Kochvorgang etwas weicher geraten aber immer noch gelungen. Durch das Ei ist mir geschmacklich das Ganze dann doch eine deutliche Spur gelungener geraten. Eine Brühe hat man hier nicht, vielmehr eine Sauce, welche lecker nach Ei und Nuss schmeckt. In Zukunft würde ich diese Variante bevorzugen und noch etwas Gemüse, Chili und Hühnerfleisch beifügen. Sehr Gut!

Hier ist noch ein Bild des 5er-Pakets mit dem Barcode: 4902105051108

Hersteller / Marke:Nissin Foods
Produkt:Chikin Ramen
Gewicht:85 g
Herkunft:Japan
EAN:4902105001103
Preis:2,20 € bei Rip / 1,68 € bei Raffael

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